Erbrecht und Nachlassplanung

Schwarzkopf Law – wir bauen Brücken

Erbrecht in Deutschland, Frankreich und Monaco mit grenzüberschreitender Nachlassplanung

Die Bereiche Erbrecht und Nachlassplanung mögen auf den ersten Blick komplex erscheinen – und in vielen Fällen sind sie es auch. Doch das bedeutet nicht zwangsläufig, dass sie es sein müssen.

Das Erbrecht ist sowohl in Deutschland als auch in Frankreich gesetzlich geregelt. Damit müsste ein Blick in die Vorschriften ausreichen. Leider bestimmt das Leben mit allen seinen Facetten und Besonderheiten hier und dort die Vorgaben, die im Einzelfall gelten und die sich bei aller Vorausschau nicht immer leicht regeln lassen.

In beiden Ländern existiert eine gesetzliche Erbfolge, wenn der Erblasser kein Testament erstellt hat. Dies mag für einfache Verhältnisse ausreichend sein, etwa für ein Ehepaar mit einem Kind und jeweils einem Haus in Deutschland und Frankreich. In solchen Fällen bedarf die gesetzliche Erbfolge keiner Ergänzung. Doch das Leben hält unvorhergesehene Ereignisse und Situationen bereit, die eine vorausschauende Planung des Erbes durch testamentarische Verfügungen sinnvoll erscheinen lassen.

Fragen können aufkommen, wenn Vermögensgegenstände trotz eines Testaments vor dem Tod des Erblassers verschenkt wurden (müssen sie dem Nachlass hinzugerechnet werden?), oder wenn Familienangehörige ausgeschlossen werden sollen. Die Vielfalt der Fragen im nationalen Bereich wird komplexer, wenn mehrere Länder einbezogen werden. Beispielsweise wenn der Erblasser in zwei Ländern lebt, ein Aktiendepot in der Schweiz hat, die Kinder in verschiedenen Ländern leben oder familiäre Verbindungen weltweit verteilt sind. Diese heutzutage nicht ungewöhnlichen Umstände in „ein“ Erbrecht zu pressen, ist schwierig und bedarf einer genauen Prüfung und Berücksichtigung aller denkbaren Fallkonstellationen.

Damit ist nur der rechtliche Teil abgedeckt. Die steuerlichen Auswirkungen spielen daneben eine gleichermaßen entscheidende Rolle. Besonders wichtig ist dies, wenn nicht nur fällige Steuern hinterlassen, sondern diese unter Berücksichtigung aller rechtmäßigen Möglichkeiten (Stichwort: unterschiedliche Freibeträge) minimiert werden sollen.

Die Schnittstelle zwischen Erb- und Steuerrecht unterstreicht die Wichtigkeit einer kreativen und gründlichen Nachlassplanung. Diese ist nur durch eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen dem Mandanten, der seinen Nachlass ordnen und regeln möchte, sowie seinen Rechts- und Steuerberatern möglich. Diese sollten nicht nur im betroffenen Land ansässig sein, sondern auch mit den einschlägigen Gesetzen, Vorschriften und Besonderheiten vertraut sein. Nur dann können sie den bestmöglichen Nutzen für die Beteiligten erzielen.

Rechtsanwalt Henning Schwarzkopf befasst sich mit diesen Fragen und kooperiert in vielen Fällen mit renommierten Steuerberatern, die ebenfalls in Deutschland, Frankreich und Monaco zugelassen sind.

Insbesondere bei unserer Tätigkeit in Südfrankreich kommt Monaco in der Nachlassplanung eine bedeutende Rolle zu. Das Fürstentum bietet im Bereich grenzüberschreitender Verfügungen eine Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten. Diese zu kennen, speziell für deutsche Staatsangehörige zu nutzen und effektiv umzusetzen, ist einer unserer Beratungsschwerpunkte. Hierbei arbeiten wir eng mit Fachleuten vor Ort zusammen.

Typische Fragen bei der Nachlassplanung mit Bezug zu Deutschland, Frankreich und/oder dem Fürstentum Monaco umfassen:

  • Gilt deutsches, französisches oder monegassisches Erbrecht sowohl für die gesetzliche Erbfolge als auch für das Testament und seine gültige Form? Welche Formvorschriften finden Anwendung, welche Sprache, wird es hinterlegt und wo?
  • Wie und wo ist die gesetzliche Erbfolge geregelt und wie lässt sie sich mit einem Testament ändern.
  • Existieren in Frankreich und/oder Monaco Pflichtteilsansprüche, wer hat Anspruch darauf, in welchem Umfang und wo müssen sie geltend gemacht werden?
  • Gilt in allen Ländern die Zugewinngemeinschaft oder Gütertrennung bei einer Ehe, gibt es Abweichungen und wie können sie (für bestimmte Länder) geändert oder angepasst werden, auch für bestimmte Vermögensgegenstände? Welche steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten gibt es in diesem Zusammenhang?
  • Erstreckt sich die Befreiung von der Erbschaftsteuer in Monaco auch auf Vermögen in Frankreich, Deutschland oder anderen Ländern (z.B. in den USA)? Ist die Zwischenschaltung einer Gesellschaft (wo und welche Gesellschaftsform) sinnvoll?
  • Einfache Fragen nach der Beurkundung von Verfügungen: vor einem Notar in Frankreich, Deutschland oder Monaco? Oder besser bei den jeweiligen Konsulaten?

Diese Fragen bilden nur einen kleinen Ausschnitt des breiten Beratungsspektrums ab, das wir in Hamburg und in Südfrankreich für unsere Mandanten durchführen.

Unter Berücksichtigung ihrer konkreten persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse gestalten wir individuelle Testamente und Erbverträge.

Wir stehen unseren Mandanten unterstützend zur Seite, wenn es darum geht, ihre Ansprüche als Erben, Vermächtnisnehmer, Auflagebegünstigter oder Pflichtteilsberechtigter durchzusetzen. Darüber hinaus bieten wir gerne Beratung zu den Rechten und Pflichten als Testamentsvollstrecker, insbesondere im Kontext der Auseinandersetzung von Erbengemeinschaften.