Deutsch - Französisches Recht

Schwarzkopf Law – Wir bauen Brücken

DEUTSCH-FRANZÖSISCHES RECHT

Rechtsberatung für Privatpersonen und Unternehmen in Südfrankreich und Deutschland

Die Bezeichnung „deutsch – französisches Recht“ wird zwar im alltäglichen Sprachgebrauch häufig verwendet, bedarf jedoch einer genaueren Qualifikation.

Auch wenn sich die Rechtssysteme in Deutschland und Frankreich im Gegensatz zum angelsächsischen Common Law ähneln, da sie beide kodifiziert sind, entstammen sie doch zwei eigenständigen Ländern. In ihnen haben sich Gesetze, Verordnungen und die Rechtsprechung im Laufe der Zeit unabhängig voneinander weiterentwickelt. Erst nach dem 2. Weltkrieg, vor allem nach der Gründung der Europäischen Union wurden bi- und multilaterale Vereinbarungen abgeschlossen. Sie wurden gegenüber dem einzelstaatlichen Recht höherrangig angesiedelt und haben in beiden oder mehreren beteiligten Ländern ihre Gültigkeit und kommen zur Anwendung. Gleichwohl geht es vorrangig nur um jeweils deutsches und französisches Recht, dass in den jeweiligen Ländern gilt. Bei grenzüberschreitenden Aktivitäten ist es somit wichtig, die rechtlichen Wirkungen in dem einen, aber auch in dem anderen Land zu kennen oder sich beraten zu lassen.

Umgekehrt gilt: Was in einem Land in bestimmter Weise geregelt ist, muss nicht zwangsläufig im anderen Land im gleichen oder ähnlichen Maße gelten. Dies betrifft nicht nur Verträge und Vereinbarungen, sondern auch einfache Vorfälle aus dem täglichen Leben, die einem Bürger eines Landes im anderen Land widerfahren können, wie Verkehrsunfälle während einer Reise, Hotel-Diebstähle und die plötzlich auftretende Frage nach der Haftung im fremden Land samt der Auseinandersetzung mit ausländischen Behörden und Versicherungen.

Insbesondere in den für unsere Mandanten entscheidenden Bereichen des Erb- und Immobilienrechts, vor allem wenn beide miteinander verflochten sind, ist es von entscheidender Bedeutung, einen Rechtsanwalt zu Rate zu ziehen. Dabei ist es nicht nur wichtig, dass der Anwalt mit dem Recht des anderen Landes vertraut ist, sondern auch über eine Kanzlei vor Ort und Kenntnisse der dortigen Gepflogenheiten verfügt. Nur dann können Mandant und Anwalt gemeinsam und ausgewogen überlegen, wie auf der Grundlage der jeweiligen Rechtslage eine maßgeschneiderte Lösung erzielt werden kann.

Mit Büros in Deutschland und Frankreich bietet Schwarzkopf Law diese seltene Gelegenheit. Wir beraten deutschsprachige Mandanten in Südfrankreich und unterstützen gleichzeitig dort ansässige Klienten bei ihren Rechtsfragen in Deutschland.

Unsere Schwerpunkte:

  • Erbrecht: Beim Vorhandensein von Vermögenswerten in beiden Ländern und im Falle des Ablebens einer Person können Fragen des Erbrechts aufkommen, die sowohl das deutsche als auch das französische Recht betreffen. Hierbei können Aspekte wie die Zuständigkeit der Gerichte, die Verteilung des Nachlasses und steuerliche Angelegenheiten eineRolle spielen.
  • Immobilienrecht: Beim Erwerb von Immobilien in einem anderen Land durch eine dort nicht ansässige Person können sich Unterschiede bei Fragen des Erwerbs, der Verwaltung und der Veräußerung von Häusern und Wohnungen ergeben, insbesondere in Regionen wie Südfrankreich. Dies schließt rechtliche und steuerliche Aspekte mit ein.
  • Baurecht: Besonders in Frankreich gestaltet sich die Renovierung historisch wertvoller Altbauten als äußerst komplex. Dies wird durch mitunter mehrdeutige Nachbarschaftsfragen bei Grundstücken zusätzlich kompliziert. In diesem Bereich ist qualifizierte Beratung besonders sinnvoll.
  • Vertragsrecht: Das deutsch-französische Vertragsrecht regelt die rechtlichen Aspekte von Verträgen zwischen deutschen und französischen Parteien. Hierzu gehören Fragen zu Vertragsformalitäten, Vertragsinterpretation und Vertragsdurchsetzung.
  • Geltendmachung von Forderungen: Dies umfasst außergerichtliche und prozessuale Geltendmachung von Forderungen unterschiedlicher Herkunft sowie deren Inkasso im jeweils anderen Land.
  • Handelsrecht: In beiden Ländern gelten spezifische Vorschriften für Handel und Handelsverträge. Das deutsch – französische Handelsrecht betrifft Unternehmen, die in beiden Ländern tätig sind oder grenzüberschreitende Geschäfte abwickeln.
  • Familienrecht: Bei grenzüberschreitenden Ehen oder Scheidungen können komplexe Fragen des Familienrechts auftreten, die das deutsche – französische Recht betreffen. Hierzu zählen die Zuständigkeit von Gerichten, Unterhaltsfragen und die Anerkennung von Scheidungsurteilen.