Deutsch-französische Grundstücksrecht

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Deutsch-französische Grundstücksrecht​

Das deutsch-französische Grundstücksrecht bezieht sich auf das Rechtsgebiet, das die rechtlichen Aspekte von Immobilientransaktionen und -angelegenheiten zwischen Deutschland und Frankreich sowie den dort ansässigen Personen und Unternehmen regelt. Aufgrund der Unterschiede in den Gesetzen, Vorschriften und Regelungen zwischen Deutschland und Frankreich ergeben sich bei grenzüberschreitenden Verfügungen besondere Herausforderungen und rechtliche Abweichungen, die beachtet werden müssen und auf die man sich einstellen sollte. Ein besonderes Augenmerk sollte auf folgende Bereiche gerichtet werden:

  1. Eigentumsübertragung: Die Übertragung von Immobilieneigentum zwischen Deutschland und Frankreich erfordert die Einhaltung spezifischer Verfahren und (Form) Vorschriften im Land, in dem sich das Objekt befindet, in unserer Praxis zumeist in Frankreich. Dies umfasst die Ausarbeitung von Kaufverträgen und die Beurkundung von Eigentumsübertragungen.
  2. Grundbuch: Das Grundbuchwesen in Frankreich unterscheidet sich in gewisser Weise von dem in Deutschland, insbesondere im Hinblick auf den “öffentlichen Glauben”. In Deutschland genießt das Grundbuch einen hohen gesetzlichen Schutz, und die darin enthaltenen Informationen werden als richtig und vollständig betrachtet. In Frankreich gibt es das „cadastre, das eher eine deklaratorische Bedeutung hat.
  1. Mietrecht: Mietverhältnisse in Deutschland und Frankreich unterliegen unterschiedlichen gesetzlichen Regelungen. Es ist wichtig, die jeweiligen Mietrechtsvorschriften zu kennen, wenn Sie eine Immobilie in Frankreich vermieten möchten.
  2. Erbschafts- und Schenkungsrecht: Die Übertragung von Immobilien im Rahmen von Erbschaften oder Schenkungen zwischen Deutschland und Frankreich kann komplexe Fragen im Zusammenhang mit dem Erbschafts- und Schenkungsrecht in beiden Ländern aufwerfen.
  3. Notarielle Beurkundung: In beiden Ländern spielen Notare eine wichtige Rolle bei Immobilientransaktionen, wenn auch für unterschiedliche rechtliche Verfügungen. Um beurteilen zu können, ob und in welcher Form (notarielle Beurkundungen oder Beglaubigung) erforderlich sind, ist ein anwaltlicher Rat sehr wichtig.
  4. Steuerliche Aspekte: Steuerliche Aspekte von Immobilientransaktionen, wie Grunderwerbsteuer und Einkommenssteuer auf Mieteinnahmen, können in Deutschland und Frankreich unterschiedlich sein. Grundsätzlich gilt für die Besteuerung von Immobilien das Belegenheitsprinzip, d.h. dass das Land das Recht hat, Steuern zu veranlagen, in dem das Objekt liegt.
  1. Rechtsprechung und Gerichtsverfahren: Bei rechtlichen Streitigkeiten im Zusammenhang mit Immobilien kann es erforderlich sein, vor Gericht zu gehen. Die Gerichtsverfahren und die Rechtsprechung in Deutschland und Frankreich unterscheiden sich deutlich.

Aufgrund der Komplexität des deutsch-französischen Immobilienrechts und der spezifischen Unterschiede zwischen beiden Ländern ist es ratsam, sich rechtzeitig rechtliche Beratung von Experten mit Erfahrung in grenzüberschreitenden Immobilienangelegenheiten einzuholen.

Dies gewährleistet, dass sämtliche relevanten Gesetze und Vorschriften eingehalten werden und rechtliche Risiken auf ein Minimum reduziert werden.